Dinogruppe

Team

Nicole SCHATZER Debora Miranda ROBAINA
Funktion:
Elementarpädagogin
Funktion:
Native Speaker (ES), Kindergruppenbetreuerin

Jahresthema

Vom wertlosen Wertvollen zum wertvollen Wertlosen
– Ausbruch aus einer konsumorientierten Welt

Wir alle konsumieren täglich Neues, wir kaufen Kleidung, Elektronik und vieles mehr, was wir gerade nicht dringend brauchen. So ist es also nicht verwunderlich, dass unsere Kinder stetig neue Wünsche nach materiellen Dingen haben, immerhin bekommen sie tagtäglich vorgelebt wie einfach Mama und Papa „alles was sie wollen“ kaufen können.
Den Wert, den diese materiellen Dinge haben ist bei Kindern, denen viele bis alle Wünsche erfüllt werden, erschreckend hoch. Solche Kinder werden regelrecht überflutet, was zur Folge hat, dass sie beispielsweise Geschenke weniger wertschätzen können und sich weniger intensiv mit Spielzeug befassen können.
Es liegt in der Natur des Kindes immer wieder neues ausprobieren zu wollen und vielen Dingen interessiert gegenüber zu stehen. Ist es aber unsere Aufgabe als Erwachsene den Kindern vorzuleben, dass sie sofort alles bekommen, ohne sich in Geduld zu üben oder auch einmal ein „Nein“ zu ertragen?
Außerdem ist oftmals auch nicht nur das reine Interesse an einem bestimmten Spielzeug, sondern eine Möglichkeit für das Kind Aufmerksamkeit zu bekommen. Gerade Geschwisterkinder (Erstgeborene) müssen in den ersten Lebensmonaten des Geschwisterchens oftmals an Aufmerksamkeit einbüßen und versuchen in manchen Fällen diese durch immer wieder kehrende Wünsche zurück zu bekommen. Auch einem vermeintlich schlechten Gewissen heraus motiviert, erfüllen die Eltern dem „vernachlässigten“ Kind jeden Wunsch. Das Kind hat dann aber noch immer nicht die Form der Aufmerksamkeit, die es bräuchte, sonder lediglich eine „Ersatzbefriedigung“, welche nicht lange anhält und das Ganze beginnt von vorne.
Kinder, die von ihren Eltern keinen adäquaten Umgang mit Geld, Kauf und Konsum vorgelebt bekommen, haben später im Leben wesentlich mehr Schwierigkeiten damit Misserfolge zu ertragen und zu überstehen (Resilienz).
Abgesehen von Konsumverhalten und suchtpräventiven Arbeiten wird es in diesem Jahr auch zwei große Projekte in der Dinogruppe geben- Weben und spielzeugfreier Kindergarten. (Nähere Informationen über die Projekte finden Sie weiter unten im Konzept.)
Des Weiteren wird es in diesem Jahr erstmals eine Lernwerkstatt (Literacy) in der Dinogruppe geben, in der die Kinder im letzten Kindergartenjahr (KILK) sich frei beschäftigen können.

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